Ich liebe es zu schreiben …
Als Mama, als Freundin und als Frau möchte ich dich in meinem Blog mit auf die Reise nehmen. Das Thema Depressionen bzw. Erschöpfungszustände bei Mama`s beschäftigt und berührt mich seit längerem, da ich selbst an einer schweren Erschöpfungsdepression erkrankt war und dadurch sogar meinen Partner verlor.

Ich möchte anderen Frauen mit meinen Erfahrungen helfen

Durch meine Persönlichkeitsentwicklung wurde ich zu einer glücklichen und selbstbewussten Frau mit positiver Ausstrahlung. Nick und Ich sind heute wieder sehr verliebt und freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft.

Ich persönlich versuche während eines Tiefpunkts einer Krise in meinem Leben, erstmals die Dinge mit mir selbst auszumachen. Vielleicht geht es dir ganz genauso!?


Dabei stürze ich mich in alle Gefühlslagen, gehe hindurch und komme gestärkt daraus hervor. Erst dann bin ich bereit, offen, tief und ehrlich darüber zu sprechen.

Wie alles begann…

Am meisten geprägt hat mich die Zeit nach der Geburt. Die Geburt an sich war zwar heftig mit
33 Stunden, aber jetzt nichts aussergewöhnliches. Angefangen hat es dann auf dem Zimmer mit Noah allein & plötzlich Mama.

Ich konnte damit nicht umgehen und war so froh, dass Nick mein Partner sich liebevoll um ihn kümmerte. Er schlief auch an seiner Bettseite. Ich war irgendwie maßlos überfordert und wusste in dem Moment nicht warum. Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte wenn er schrie, wann ich ihn wickeln oder stillen sollte. Keiner schaute nach uns und ich fühlte mich echt im Stich gelassen.

Zudem fing die PDA auf meinem Zimmer an nachzulassen und ich konnte nur mein eines Bein spüren. Das andere blieb taub und ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich war hoffnungslos überfordert. Weil das stillen nicht funktionierte, wurden die Hebammen ungeduldig. Ich saß mehrmals am Tag mit der Milchpumpe im Zimmer und kam mir vor wie „eine Milchkuh“. Wenn denn mal Milch kam. Es wollte einfach nichts funktionieren!

Ich erkannte mich selbst nicht wieder. “Ich ein humorvoller, selbstbewusster Mensch und immer ein Lächeln auf den Lippen.”
In den nächsten Tagen näherte ich mich unserem kleinen Schatz an.
Ich schaute ihn an und dachte: „Was für ein Wunder“

Und da war der Alltag

Nach 2 Tagen Aufenthalt im Krankenhaus durften wir endlich nach Hause. Mehr als nur langsam fand ich in den Alltag zurück. Noah war so ein tolles Baby und unsere Hebamme nannte ihn:
„Das perfekte Anfängerbaby“

Aber was fehlte mir? Warum war ich so unglücklich? Warum war ich so müde? Warum hatte ich keine Geduld zu stillen? Warum stellte ich auch wirklich alles infrage?

Ich kümmerte mich um den Haushalt, das Neugeborene & fühlte mich schnell überfordert. Wenn ich allein war weinte ich viel und wenn Nick da war, tat ich alles, dass es im Streit endete.

Dazu bauten wir seit Monaten um, hatten nur Ärger mit den Handwerkern und Noah hatte nicht mal ein richtiges Babyzimmer. Als Frau weisst du, wie man sich in diesem Moment fühlt.
Ich fühlte mich von Nick, meiner Familie und allen anderen unverstanden. Ich war allein.
Keiner verstand mich!

Ein Blick in den Spiegel

Das für mich wirklich böse Erwachen kam nach der Entbindung. Ich habe einen Blick in den Spiegel riskiert und habe fast einen Nervenzusammenbruch bekommen. Mein Bauch sah aus wie eine dicke hautfarbene Trockenpflaume.

Wie bei den meisten Frauen hat sich auch mein Körper während der Schwangerschaft verändert. Ich habe rund 20kg an Gewicht zugelegt, meine Fettpölsterchen an Bauch, Po und Oberschenkel sind mehr geworden, trotz Sport und ausgewogener Ernährung während dieser Zeit. Aber das gehört zu einer Schwangerschaft ja nun mal dazu.

Ich war wie gefangen in meinem Körper

Nick war 2 Monate zuhause, da er Erziehungsurlaub genommen hat. Als er wieder zur Arbeit ging, war es für mich in Ordnung. Ich konzentrierte mich auf Noah, wir lachten tagsüber viel und bauten eine intensive Bindung auf. Ich freute mich darauf, dass Nick heimkam. Aber was passierte dann!?

Kaum war er da stichelte ich, war unzufrieden, nur am Jammern, kein liebes Wort hatte ich übrig. Was war nur mit mir los??? Kennst du dieses Gefühl!? Du willst raus aus deinem Körper, aber kannst es nicht. Du schaffst es einfach nicht! Genau so ging es mir.

Ich malte mir in Gedanken aus, wie schön es ist wenn Nick von der Arbeit heimkommt. Wir essen gemeinsam zu Abend, kuscheln zu dritt, haben tolle Gespräche & abends dann endlich mal Zeit für Zweisamkeit in Harmonie.
Alles zerplatzte wie eine Seifenblase. Weil die Realität sah anders aus.
Streit, patzige Antworten, Beschuldigungen usw.

 

“Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt …” so wahr, wer es schon einmal erlebt hat!

Zu diesem Zeitpunkt hätte ich dir keinerlei Ratschläge erteilen können. Nun weiss ich allerdings warum ich so unzufrieden war. Mit so einer postpartalen Depression ist nicht zu spaßen.

Resümee

Finde heraus, welcher Weg für dich der Beste ist durch eine Krise zu gehen. Lebe deine Gefühle. Sie wollen gelebt und vor allem gefühlt werden. Danach bist du stärker als je zuvor.
Und was ganz ganz wichtig ist. Setz dich mit deinem Partner zusammen und führe offene und ehrliche Gespräche. Ich hab diese Depression in keinsterweise Nick gegenüber erwähnt, weil ich zu stolz war.

Heute bin ich sehr dankbar dafür, dass Nick diesen wichtigen Schritt für uns ging und sich wie ich heute weiss, schweren Herzens von uns trennte.

Dies war der Einstieg ins Thema postpartale Depression. Ich werde in Zukunft eine positive Schreibweise benutzen & euch dieses Thema näherbringen.

Schön, dass du diesen Beitrag gelesen hast. Ich danke dir dafür.
Ich freue mich, wenn du mir deine Fragen via Email zukommen lässt.
Welche Fragen möchtest du beantwortet haben über das Thema “postpartale Depression”?
Lies auch gern meinen Beitrag Teil II

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One comment

Reply

Wenn du ein starker Mensch bist (und das ist jeder Mensch) dann kommst du aus diesen Situationen noch stärker raus als vorher…
Es gibt keine negativen Ereignisse oder Situationen, es gibt nur Zeiten, Momente oder Augenblicke in denen du etwas lernst.

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