Ziehen sich Gegensätze an? Ist das denn wirklich so?
Darüber denke ich schon mein halbes Leben nach.

Ich lade dich zu einer kurzen Reise in deine Vergangenheit ein

Gehe mal einen Moment in dich und genieße die Stille. Schließe deine Augen und lege wenn du magst eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch. Atme tief ein und wieder aus.

Lasse alles schwer werden, lasse los und fühle dich in deinen Körper hinein. Reise nun gedanklich in deine Vergangenheit und stelle dir deine Ex-Partner und deine Ex-Beziehungen vor deinem inneren Auge vor.

Dir fallen sicher bestimmte Verhaltensmuster auf. Schaue was genau sich dabei gut anfühlt wenn du an gewisse Situationen denkst. Wie fühlst du dich wenn du an deine damaligen Partnerschaften zurückdenkst?

Sind es Emotionen wie Verwirrung, Enttäuschung, Freude, Trauer, Wut, Angst, Liebe, Ruhe, Zärtlichkeit, Leidenschaft, Sicherheit, …
Wie haben dich die Männer in deinem Leben bisher behandelt?

Vielleicht kennst du auch so Sätze wie: “Seitdem du in sein Leben getreten bist hat er sich so zum Positiven verändert.”
“Du tust ihm so gut!”  und und und 🙂

Hals über Kopf

Wenn wir uns verlieben, verlieben wir uns Hals über Kopf. Der andere zieht uns auf unerklärlicher Weise magisch an und die Hormone spielen verrückt. Doch irgendwann fallen uns diese Ähnlichkeiten mit vergangenen Partnerschaften oder/und Bindungen auf. Hierbei handelt es sich um bestimmte Verhaltensmuster, die wir in Beziehungen, in der Familie und in Freundschaften erlebt haben.

Wir erkennen, dass wir an den gleichen Bindungstyp geraten sind, den wir eigentlich unbedingt loswerden wollten: zu viel Distanz, Angst vor Nähe, schwierige sexuelle Muster, Eifersucht, Kontrolle und vieles mehr.

Warum ziehe ich immer die gleichen Männer/Frauen an?

Bei der Partnerwahl spielen unbewusst die frühkindlichen Beziehungsmuster eine Rolle. Das Verhalten zwischen Papa, Mama und Kind in den ersten drei Lebensjahren prägt für das restliche Leben. Erst als ich begann mich damit zu beschäftigen und auseinanderzusetzen hörte ich diesen Satz der Prägung in einem inspirierenden Podcast.

In den eigenen Partnerschaften verlaufen diese Beziehungen dann ähnlich und wiederholen sich. Was ich so erschreckend finde ist, dass es mir eine Art Sicherheitsgefühl gibt, wenn sich
“dieses Vertraute” (damals erlebte) einstellt.

Wir Frauen müssen lernen, dass es möglich ist alleine zu leben. Wenn du zu dir stehst und dich selbst liebst merkst du, dass kein Partner notwendig ist um zu Überleben. Wie krass das klingt, oder? Dennoch ist es so.

Idealvorstellungen, wie der Partner sein soll

Jeder von uns hat Idealvorstellungen, wie der Partner sein soll. Wenn er nicht zu deinen Vorstellungen passt, versuchst du ihn “passend zu machen” oder sortierst ihn gleich aus.

Achte am Anfang einer Beziehung auf ein gesundes Maß von Übereinstimmung. Schaue nie nach einem Partner der komplett das Gegenteil von dir ist.

Was suchst du in der Liebe

Genau das, was du in deinem Leben vermisst. Nur wenige Menschen leben in Fülle: Wenn es mir selbst gut geht, dann geht auch alles in meiner Beziehung gut.

Wenn es dir im Moment schlecht geht und deine Gefühle “Achterbahn” fahren, kümmere dich zuerst um dich, bevor du dir einen Partner suchst. Traue dich hinter deine Fassade zu schauen. Manchmal erlebst du Überraschungen und erfährst Erkenntnisse, die du nie von dir erwartet hättest.

Diese Fragen helfen dir herauszufinden, wie deine wahre Einstellung zur Liebe ist

Welcher Typ Mann bzw. Frau ist der potenzielle Partner?
Welcher Typ bin ich/war ich in meinen damaligen Partnerschaften?

Bist du eine Frau die ihren Partner fragt: “Was kann ich für dich tun Schatz?” oder eher
“Was kannst du für mich tun?” Gibst du oder nimmst du?

Mein Partner und ich fragen uns häufig: “Was können wir füreinander tun?” Dies war nicht von Anfang an so. Wir sind einen langen Weg gegangen, haben uns geneinsam persönlich weiterentwickelt und eines Tages stellten wir uns ganz automatisch diese Frage.

Acht Fragen für dich, damit du nie wieder die gleichen Männer/Frauen anziehst

Sei bereit in einer Beziehung zu wachsen und schreibe dir auf, welche Charaktereigenschaften dich dabei hindern könnten.

Folgende Fragen unterstützen dich dabei in Zukunft den richtigen Partner anzuziehen:

1. Liebe ich mich selbst bedingungslos? Welche Ängste habe ich und bin ich bereit , diese Ängste durch Vertrauen zu ersetzen?
2. Wie sieht mein Umfeld aus? Habe ich Freunde und Familienmitglieder, die mich immerzu motivieren zu wachsen?
3. Hast du eine bestimmte Form von Beziehung im Kopf?
4. Wozu wünsche ich mir eine Beziehung?
5. Ertrage ich die Tiefpunkte in einer Beziehung?

Bist du bereit zu kommunizieren und kritikfähig? Oder bist du jemand der anklagt? Sei bereit immer an dir zu arbeiten.

6.Möchte ich nur Spaß, Intimität und Zweisamkeit? Bin ich bereit, meinem Partner alle Freiräume, die er braucht zu geben und habe ich selbst Freiräume?
7.Welche alten Erinnerungen halten mich davon ab tiefe Liebe zu leben?
8. Welche Umstände würden dazu führen, damit du dich sicher fühlst? Welche Umstände würden mich flüchten lassen?

Diese Fragen haben mir damals geholfen herauszufinden welchen Partner ich tatsächlich möchte. Und vor allem habe ich herausgefunden was ich selbst für ein Partner bin. Ein Partner allein ist nicht für die Beziehung verantwortlich, denn es gehören immer zwei dazu. Und wenn beide bereit sind und beschließen, dass sie gerne besser für- und miteinander sein möchten, dann ist das Fundament einer liebevollen und respektvollen Beziehung gelegt.

Erkenne was du noch nicht verarbeitet hast und arbeite an dir selbst. Durch die Fragen kannst du zum einen sehen was dir in einer Beziehung wichtig ist und zum anderen spiegelt es dich wieder.

Ist jemand uns gegenüber distanziert dann frage dich: “Bin ich mir selbst gegenüber distanziert?”
“Wo lasse ich keine Nähe zu mir selbst zu?” “In welchen Bereichen entferne ich mich von dem was ich möchte?”

Lerne von Anfang an deine Bedürfnisse und Gefühle klar zu äußern. Je mehr Nähe du zu dir selbst hast, desto weniger Verlustängste bestehen und wir können besser allein sein und fühlen uns unheimlich wohl in unserem Leben

Resümee

Du hast die 100%ige Wahl, welchen Menschen du in dein Leben lässt. Niemand ist perfekt und das ist auch  gut so. Denn wir können immer an uns arbeiten und uns verändern.

Wer dich aufgrund deiner Lebensumstände und Charaktereigenschaften nicht lieben kann, der soll auch nicht in deinem Leben sein. Vergeude nicht deine wertvolle Lebenszeit.

Wenn du dich selbst liebst und akzeptierst – erst dann kannst du bedingungslose Liebe schenken
und Liebe annehmen.

 

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