Meine zweite Geburtserfahrung

Ihr wollt ihn, ihr bekommt ihn …

MIT DEM RICHTIGEN MINDSET ZUR ENTSPANNTEN, SELBSTBESTIMMTEN GEBURT

 

HypnoBirthing

Zuerst möchte ich kurz über HypnoBirthing berichten. Mein Mann und ich besuchten im Juli 2019 einen Kurs bei der lieben Stephanie #hypnobirthingaschaffenburg.
Es war ein wundervoller Kurs und ich kann ihn werdenden Eltern wärmstens empfehlen.
Sie gibt aufgrund der aktuellen Lage ihre Kurse online, was ich persönlich wundervoll finde.
Schaut also gern bei ihr vorbei.

 

Was ist HypnoBirthing?

Kurz gesagt geht es darum, sich unter der Geburt in einen hypnotischen Zustand zu versetzen und somit eine schmerzfreie/schmerzarme und angstfreie Geburt zu erleben. Wie wir alle wissen führt Angst zu Verspannungen.

Ich las das Buch von Marie F. Morgan schon, bevor ich den Kurs besuchte. Ich habe das Buch förmlich inhaliert und konnte wichtige Erkenntnisse daraus ziehen, die mich mental wunderbar auf die zweite Geburt vorbereiteten. Unter der Geburt konnte ich die ein oder andere Methode wunderbar anwenden.

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Geburtsbericht

Schon einige Tage vor der Geburt begannen die Wellen. Senkwellen und Wellen im Wechsel.
Ich verwende hier die Worte, die ich beim HypnoBirthing verinnerlicht habe, denn eine positive Wortwahl hilft Dir und Deinem Unterbewusstsein entspannter zu sein.

Die Wellen zeigten sich oftmals sogar mehrere Stunden am Stück, alle zehn Minuten und wir dachten jedes Mal, es ginge jeden Moment los. Immer wenn es unangenehm wurde, setzte ich mich auf einen Gymnastikball, kreiste mein Becken hin und her und atmete tief durch.
Sollte Dein Baby noch nicht tief im Becken liegen, ist dies eine gute Methode ihm zu helfen sich richtig reinzudrehen.

Zudem trank ich seit der 33. Schwangerschaftswoche jeden Tag zwei bis drei Tassen Himbeerblättertee. Dies solle die Eröffnungsphase verkürzen. Ob da etwas Wahres dran ist erfährst Du später.

 

 

Meditation und Affirmationen

Am 28.August 2019 wurde ich durch eine Welle gegen 7 Uhr in der Früh geweckt, wie schon die Tage zuvor. Ich schaltete eine Meditation auf dem Handy ein und schloss meine Augen. In Gedanken ging ich meine verinnerlichten Affirmationen durch. Falls Dich interessiert was es für Affirmationen sind, schreib mich gerne an, dann schicke Dir gern meine aufgeschriebenen Sätze zu.

Zurück zur Meditation. Die Wellen kamen in einem Abstand von zehn Minuten und irgendwie fühlten sie sich von Mal zu Mal intensiver an. Ich weckte meinen Mann und sagte:
“Ich denke Zoé macht sich heute auf den Weg zu uns.”

Er sah mich mit verschlafenen Augen an und sagte dann ganz ruhig. Ich organisiere alles drum herum und wenn Du möchtest lass uns noch gemeinsam frühstücken.

Zu dieser Zeit hatten wir uns noch nicht wirklich für eine Klinik entschieden. Ich wollte es an dem Tag meine Intuition entscheiden lassen. Was ich auch tat.

 

 

Entspannung

Ich beschloss mir ein Bad einzulassen, um in mich reinzuspüren. Sind das die richtigen Geburtswellen? Mittlerweile war es sowas um die 8 Uhr. Ich stieg ins warme Wasser, dass nach Limette duftete und setzte mich in den Schneidersitz, schloß meine Augen und atmete tief ein und aus. Ich liebe gute Gerüche. Du auch? Und im Schneidersitz sitze ich sowieso gern.

 

 

Geburtswelle

Nach einigen Minuten überkam mich die nächste Welle und die fühlte sich sowas von  “richtig” an. Ich konzentrierte mich auf meine Atmung und konnte die Intension der Welle durch das warme Wasser gut ertragen.

Danach informierte ich meinen Mann, denn mittlerweile kamen die Wellen alle fünf Minuten.
Schon irgendwie schnell dachte ich mir. Eben waren es noch zehn Minuten und jetzt nur noch fünf. Wow. Ich sollte aus der Badewanne steigen und mich so langsam mal anziehen. Nur waren die fünf Minuten ganz schön schnell vorbei und ich durfte mich wieder auf die nächste Welle konzentrieren.

Ich wurde beim Atmen schon viel lauter und stieß die Luft geräuschvoll aus. Mein Mann war trotz Organisation gefühlt immer bei mir. Dennoch merkte ich ihm eine leichte Nervosität (naja ich würde es bei Ihm eher Vorfreude nennen) an.

 

 

Wie ging unser zweieinhalbjähriger Sohn Noah mit dieser Situation um?

Noah kam oft zur mir ins Badezimmer und sagte: “Mama, Zoé kommt gleich.”  Er hielt seine Lieblingsgiraffentücher in der Hand, schaute mich mit einem mitfühlenden, lieben Blick an und sagte: “Keine Angst, Mama. Wir fangen Zoé mit meinen weichen Tüchern auf und wickeln sie ein, damit sie nicht friert. Das war so so süß.

 

 

Mir blieb immer weniger Zeit

Ich war die ganze Zeit innerlich sehr ruhig und veratmete eine Welle nach der nächsten, die sich in immer kürzeren Abständen ankündigten. Plötzlich schossen mir unzählige Gedanken in den Kopf: Wie komme ich nur aus der Badewanne heraus?
Wie putze ich meine Zähne, geschweige denn wie kämme und glätte ich mir meine Haare?
Wie soll ich mich anziehen?

Nach diesen gefühlt endlos langen Gedankengängen stieg ich aus der Badewanne. Die nächste Welle kam wie aus dem “nichts”. Dabei hatte ich erst gerade eine beendet. Okaaaay. Haare kämmen egal, Zähne putzen egal, Glattrasur egal, alles egal, alles unwichtig …

Ich lief zum Schlafzimmer um mir ein Kleid überzuziehen. Allerdings fand ich mich wenige Sekunden später kniend auf dem Bett wieder, konzentriert auf die nächste Welle. Worte kamen mir nur schwer über die Lippen, da es irgendwie keine wirkliche Wellenpause mehr gab.

Nun war es allerhöchste Zeit in die Klinik zu fahren. Aktueller Stand: Alle zwei Minuten überkam mich dieses überwältigende Gefühl. Ich war gedanklich bei meinem Baby, bei Zoé und freute mich, dass uns jede Welle näher zueinander brachte.

Mein Mann half mir ins Kleid, setzte mich ins Auto und fuhr mit quietschenden Reifen vom Hof. Spaß beiseite. So wäre es sicher in einem Film gewesen. Wir machten uns auf den Weg in die Klinik.

 

F o r t s e t z u n g    f o l g t   . . .

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