Es geht darum, dich leichter als bisher über das Thema Sexualität auszutauschen

Wie komme ich darauf gerade mal wieder dieses Thema anzusprechen? Ich erlebe oft, dass es vielen Menschen schwerfällt die Dinge beim Namen zu nennen, Worte zu finden für z.B die Bezeichnung für Genitalien, Gefühle, Erregung …

Oftmals schämen sich die Menschen oder finden es obszön über dieses Thema zu sprechen.
Ich schreibe wie du sicher gemerkt hast gerne über Sexualität. Daher möchte ich ein paar Worte an dich richten.

Ich bekomme in letzter Zeit viel konstruktive Kritik worüber ich sehr dankbar bin

Ich freue mich sehr, dass du meine Artikel liest. Die positive und negative Kritik ist sehr wichtig für mich! Ich arbeite zukünftig immer damit, um noch mehr über dich zu erfahren – also was meine Leser triggert und wo das Interesse liegt.

Einfach um dich mit noch mehr spannenden Story`s glücklich zu machen. Mit manchen Themen scheine ich viele zu triggern. Für manche mag das störend sein, für mich ist es aber ein positives Feedback!

Viele meiner Leser, vielleicht auch du bemerken erst mit der Zeit, dass das was sie triggert, sie vermeintlich bei mir stört, Dinge sind, die sie selbst an sich kritisieren, ihnen fehlt oder es einfach ein Thema ist, welches angeschaut werden möchte.

Das sind dann Themen, wo du persönlich unbedingt hinschauen solltest!

Ich weiß, dass wir alle die Balance im Leben suchen

Wir suchen alle nach dem Glück, ganz gleich wie dieses individuell aussieht. Wer Glück nach außen trägt, wird oftmals auch mal infrage gestellt.

Ich liebe es eine Mama zu sein, die das wertvollste auf der Welt besitzt, Zeit. Zeit für ihr Kind, ihren Mann, sich selbst , die wundervolle Schreiberei und alle lieben Menschen in ihrer Umgebung.

Solltest du noch Fragen, Anregungen oder konstruktive Kritik haben, bin ich sehr dankbar.

Nun möchte ich meine Erkenntnisse und Gedanken mit dir teilen, wie es mir leichter fällt mich über Sexualität auszutauschen

Sexualität ist etwas was wir durch Lernen erlangen

 

Das du erregt sein und einen Orgasmus erleben kannst sind angeborene Fähigkeiten. Dann gibt es diese Hormone, die einfach da sind – somit der sexuelle Trieb.

Wir wissen nicht von Anfang an wie genau das mit dem Sex geht! Es bringt uns keiner bei. Darum musst du dich selbst kümmern.

In der Kindheit, heranwachsenden Jugend, in der Pubertät und im Erwachsenenalter haben wir verschiedene Quellen uns zu informieren und auszutauschen. Wir probieren uns aus und lernen durch Erfahrungen.

Es bedeutet auch, dass du gütig mit dir sein darfst

Was habe ich denn schon gelernt? Was kann ich schon? Was habe ich schon für Erlebnisse gehabt? Da ist bei dir sicher auch was dabei.

Lerne zu verstehen, dass du immer mehr dazulernen kannst. Zur Sexualität gehört auch dazu sich auszudrücken was du dir wünschst, was du erotisch und lustvoll findest.

Das Schöne daran ist, dass egal in welcher Situation du dich befindest: “Ich öffne mich für Neues und kann immer dazulernen und mich ausprobieren. Damit meine ich jetzt nicht die ausgefallensten Techniken, sondern auszuprobieren sexuelle Bedürfnisse zu äußern.

Sexualität beginnt zuerst bei dir

Alles was du beim Sex erlebst, findet in dir statt. Deine Emotionen, deine Körperempfindungen, mit deinem Partner, beim Sex mit dir selbst. Verstehe, dass z.B die Erregung aus deinem Körper, aus dir kommt. Lust zu empfinden und einen gigantischen Orgasmus zu erleben ist etwas was wir uns erlauben! Also lassen wir uns darauf ein.

Über diese Erlebnisse kommen andere Eindrücke und Wahrnehmungen hinzu. Du kannst immer und immer mehr wahrnehmen. Mache dir selbst bewusst, dass du die Sexualität und das mit dir darüber sprechen mit dir erlebst.

Versuche zu beschreiben wie du dich dabei fühlst und schau nicht darauf was der andere macht

Was erlebe ich? Was mag ich? Was wünsche ich mir? Wie werde ich gerne berührt?
Wo sind meine Grenzen?

Allein sich diese Gedanken zu machen, bringt dich dazu dich deinem Partner gegenüber besser auszudrücken. Dir fällt es viel leichter, weil du es weißt und es dir klar ist.

Körper und Geist sind eng miteinander verbunden

Es ist unheimlich wichtig mit deinem eigenen Körper in Kontakt zu sein, um beim Sex eine Art Radar zu haben. Radar ist in diesem Fall dein Körpergefühl.

Woran merke ich, dass mir etwas besonders gefällt und wie verhält sich mein Körper dabei? Wie könnte ich das in Worte fassen?

Finde ganz allein für dich die passenden Worte und reflektiere dich. Wie erlebst du deinen Körper und deinen Geist im Zusammenspiel beim Sex? Was beobachtest du an deinem Körper während du dich reflektierst? Ein wohliges Gefühl, Scham, Unwohlsein, Freude, Erregung … ?

Finde deine individuelle Sprache

Die Art und Weise wie du dich darüber ausdrücken würdest. Welche Worte benutzt du am liebsten für Genitalien? (Penis, Vagina, Vulva)
Vielleicht hast du auch ganz andere, kreative Worte.

Welche Anmutungen haben diese Worte? Ist es etwas, wo du in den Worten etwas liebevolles, anerkennendes, positives entdeckst oder fühlt es sich neutral, vielleicht auch abwertend an? Versuch die Dinge konkret zu benennen. Es hilft dir deine Sprache zu finden.

Probiere es mit einem kleinen Spielchen

 

Nimm deine Worte als Audio Datei auf oder sprich die Worte laut aus. Wie fühlt sich das an? Der nächste Schritt wäre mit Freunden oder sogar deinem Partner darüber zu sprechen. Frage deinem Gegenüber: “Ist es denn leicht für dich über Sex zu sprechen?”
“Was empfindest du dabei, wenn sich sage, dass ich deinen prallen Penis liebe?”

Gehe in den Dialog und traue dich konkret zu sein.

Scham zu haben ist etwas Natürliches

Wir sind es nicht gewohnt über unsere eigene Sexualität nachzudenken und zu sprechen, es als etwas Positives zu sehen. Sexualität ist irgendwie noch immer ein Tabuthema!

Wenn du für dich schönen Sex haben möchtest, dann wirst du dies nur erreichen, wenn du dich damit auseinandersetzt, denn du bist die einzige Person, die weiß, was du möchtest.

Scham ist ein rein gesellschaftliche Phänomen, denn wenn du alleine wärst, dann wären dir wohl möglich einige Dinge egal über die du dir täglich Gedanken machst. Scham bewahrt uns auch oft vor Gefahr und uns von der Gruppe ausgeschlossen zu werden.

Begrenzende Scham

Sie verhindert, dass du dich wohlfühlst! Erkenne deine Scham und spüre sie. Viele schwitzen, werden rot oder wollen am liebsten im Erdboden versinken.

Nimm das Schamgefühl an, denn es wird größer wenn du sie verteufelst oder als etwas Schlechtes siehst. Sie kann abnehmen oder sich sogar ganz auflösen, wenn du sie annimmst und hinsiehst.

Beim Sprechen über Sexualität ist es wichtig, dass jemand den Raum dafür gibt und den Anfang macht

Irgendjemand muss beginnen! Meist gehört viel Mut dazu alles offen anzusprechen. Sei immer in gutem Kontakt mit dir, atme tief ein und aus, zentriere und öffne dich.

Meine Erfahrung ist es, je mehr du deine eigene Sexualität verstehst und dir dessen bewusst bist was du magst und erleben möchtest, desto leichter fällt es dir ein Gespräch darüber mit einem dir vertrauten Menschen zu führen.

Mein Resümee für dich

Bedenke, dass all diese Themen bei dir beginnen. Egal, was es ist oder wie du dich dabei fühlst, es beginnt bei dir! Gibt es Themen, über die du selbst nicht sprichst, so ist dies deine Entscheidung.

Frage dich selbst, warum du darüber nicht sprechen möchtest. Fühlst du Scham, wenn du es liest, oder anderen bei einem Gespräch zuhörst?

Werde dir bewusst, warum es dich triggert und versuche den Ursprung dessen herauszufinden, denn Triggerpunkte sind immer ein unterbewusster Rucksack, den du mit dir trägst, auch wenn du nicht bewusst darüber nachdenkst. Er beeinflusst und lenkt dich in eine Richtung in die du ohne ihn wohl möglich nicht gehen würdest.

Wenn du das nächste Mal einen solchen Punkt für dich entdeckst so schreibe dir diesen auf und denke in einer ruhigen Minute darüber nach, warum dich dieses Thema aufwühlt.

Umso kleiner dein Rucksack, umso glücklicher dein inneres Selbst.

 

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