Wunder der Natur

Dein Kind ist ein großes Geschenk des Lebens. Ein Wunder! Sein Lachen, seine Offenheit, seine Spontanität, seine Betroffenheit. Es gibt dir unvoreingenommene Liebe.  Um diese Leichtigkeit und Unbefangenheit auch als Erwachsene beizubehalten, können wir als Eltern jede Menge tun. Begleite dein Kind in ein erfülltes Leben.

Warum erziehen wir Kinder oder warum möchte die Gesellschaft das?

Die Interessen jedes einzelnen Menschen sind anders als die der Gesellschaft. In diesem System in dem wir wohnen, die Gesellschaft, in der wir leben, ist ein in sich selbst erhaltender Organismus, der darauf ausgerichtet ist, den Menschen zu bilden und zu formen.
Doch wer sagt uns was richtig oder falsch ist!?

Wenn wir anfangen Kinder nicht mehr zu erziehen und sie zum Beispiel nicht mehr auf eine Schule schicken würden, so könnten sie anfangen ihr eigenes Ding zu machen! Dadurch wären sie nicht mehr so leicht kontrollierbar . Unser Wirtschaftssystem und die Medien könnten unsere Kinder nicht mehr so leicht steuern. Das bedeutet: Diese Menschen wären nicht mehr steuerbar. Dies möchte unser Staat nicht! Vor allem die Menschen ,die damit sehr viel Geld verdienen.

Unser System würde zusammenbrechen, weil wir  mit Gesetzen & Regeln alles aufrecht erhalten können.Wenn wir als Kinder aufwachsen, tragen wir sehr schnell eine Maske, da uns mit zunehmenden Alter immer mehr Glaubenssätze vermittelt werden.
“Was könnten andere über mich denken, wie sehen andere uns!”
Durch diese ganzen äußeren Einfüsse wird es dein Kind sehr schwer haben sich voll und ganz zu entfalten.

 

Glaubenssätze

Es wird durch unsere Verhaltensweisen immer mehr zu dem Kind was wir haben möchten. Es denkt von sich selbst aus, dass es freiwillig beschlossen hat so zu werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Ein Kind ahmt nur das nach, was es von außen sieht und erfährt, denn ein Kind spiegelt lediglich unser Verhalten wider.

Der Mensch an sich benötigt keine Erziehung, nur die Person die für eine Gesellschaft funktionieren möchte. Umso länger du dich mit dem Gedanken beschäftigst, dass es um dich geht, um deine Familie und um euer Leben, umso klarer wird dir, dass diese allgemeingültig Denkweise mehr als altmodisch und nicht mehr zeitgemäß ist.

 

“Was könnten die anderen denken!?”

Die meisten von uns treffen ihre Entscheidungen mit dem Gedanken darüber was andere davon halten könnten. Doch ist es das, was uns wirklich glücklich macht!?

Frage dich selbst, ob du mehr auf deinen Kopf und die darin verankernden Glaubenssätze unserer Gesellschaft hörst oder auf deine eigene Intuition, dein Bauchgefühl. Deine Intuition hat wesentlich mehr Wissen als du denkst, denn sie kommt direkt aus deinem Unterbewusstsein, in dem du alle Informationen, die du im Leben aufgenommen und abgespeicherst hast.

Erinnere dich einmal an eine Situation zurück, bei der dir dein Bauchgefühl gesagt hat, dass du gerade das Falsche tust. (z.B in einer neuen Beziehung)
Wahrscheinlich wusstest du kurze Zeit später, dass dein Bauchgefühl Recht hatte.

Wir sollten uns öfter als Mensch besinnen, um zu spüren wer und was wir sein möchten.
Höre auf dein Inneres, es wird dich so gut wie immer richtig leiten.

 

Erwartungen der Eltern

Im Säuglingsalter ist noch jedes Verhalten erlaubt. Doch umso älter ein Kind wird, umso mehr Erwartungen haben wir als Eltern. Da wir selbst in diesem “Erziehungskonstrukt” aufgewachsen sind und selbst an Regeln und Gesetze glauben. Das geschieht dennoch komplett in unserem Unterbewusstsein. Niemand kann bewusst sagen, woher diese Dinge kommen, nach denen wir uns richten, oder kannst du es etwa?

 

Ein Kind passt sich an und darf auch gerne mal positiv aus der Reihe tanzen. Nur angenommen wir sind auf einer Feier und unser Kind fängt an herumzuschreien, ein anderes Kind zu schubsen, möchte seinen Kuchen nicht teilen o.ä. Dann fällt es negativ auf. Doch liegt dies nicht im Sinne des Betrachters? Gibt es denn überhaupt positiv und  negativ?

 

 

Was für Emotionen braucht ein Kind?

Wenn ein Kind geboren wird, braucht es Schutz, Geborgenheit, Verbundenheit und Liebe, um positive Erfahrungen im Leben sammeln zu können!

Nur aus diesem Grund ziehen wir als Eltern bestimmte Grenzen. Diese Grenzen werden meist autoritär gesetzt, weil ein Kind nur in einem bestimmten Raum Erfahrungen sammeln kann, um sein Leben nicht zu gefährden.

Was meine ich damit? Beispielsweise rennt dein Kind auf die Straße. Was tust du? Wir müssen sicher sein, dass das Kind nicht stirbt. In diesem Fall liegt es nah mein Kind festzuhalten oder ruckartig zurückzuziehen. Dies kommt aus dem Instinkt unser Kind schützen zu wollen. Doch ist dies die einzige Möglichkeit!?

 

Situationen aus dem Leben

Jede Mama kennt diese Situation bestimmt. Dein Kind hat etwas verschluckt und droht zu ersticken. Du nimmst es ruckartig aus dem Sitz und verpasst ihm Schläge auf den Rücken. Ist dies dann eine körperlich aggressive Handlung? So gibt es viele Situationen im Alltag. Wir wollen unser Kind vor körperlichen, seelischen und geistigen langfristigen Schäden bewahren, weil wir es lieben!

Im Babyalter verknüpft man das noch mit natürlichen Schutzreflexen der Eltern. Es wird schwieriger, je älter dein Kind wird, denn dann verschwinden diese Grenzen und du musst dich fragen: “Möchte ich das gerade nicht oder ist es zum Überleben des Kindes notwendig?”

Wir handeln meist mit einem unterbewussten Gefühl. Aus welchem Bedürfnis heraus setze ich meinem Kind bestimmte Grenzen? Das sollte sich jeder Elternteil  mal bewusst machen, warum es gerade jetzt so handelt. Welches Bedürfnis, welcher Glaubenssatz oder welcher Wunsch steckt unterbewusst dahinter?

Es wird immer wieder Situationen geben in denen ein Kind anders reagiert als erwartet, doch wessen Erwartung ist dies? Meine oder vielleicht die der Gesellschaft oder die der Lebenserhaltung? Dies sollte immer berücksichtigt werden, denn Einschränkungen in jeglicher Hinsicht schränken auch die Erfahrungen und somit die Entwicklung des Kindes ein. Übergehen wir unsere Kinder, wenn wir ihre Bedürfnisse runterspielen und nicht auf sie eingehen? Diese Frage lass ich dich selbst beantworten, denn es kommt auf die Situation an.

 

Sei egoistisch und achte auf dich

Wir können nur für unser Kind da sein, wenn wir selbst stark genug, fit und gesund sind. Eltern müssen manchmal egoistisch sein. Das beste Beispiel dafür ist ein Flugzeugabsturz. Wem setzt du zuerst die Maske auf? Immer erst dir selbst und danach deinem Kind. Ein tolles Beispiel für brenzlige Situationen. Das lässt sich auf unseren Alltag übertragen. Wenn eine Mutter fertig ist, weil sie 3,4,5,6,8 Monate nicht mal eine Nacht durchgeschlafen hat, wie soll sie dann richtig auf die Bedürfnisse ihres Kindes eingehen können? Das ist sehr schwierig! Dann muss sie sich auch mal zurückziehen und Kraft tanken.

Ich habe mich schon viel mit anderen unterhalten und kann es nicht verstehen, wie sich Eltern für ihre Kinder aufopfern und  nicht mehr an sich selbst denken, keine Hobbys haben, keine Freunde ohne Kinder, haben keine Ziele im Leben und machen alles nur noch für ihr Kind. Sie bilden sich nicht mehr weiter, lassen sich hängen und haben sich als Mensch verloren. Ich finde das so traurig. Was soll ein Kind denn von so einem Elternteil lernen?

Unterdrückt eine Mama ihre Gefühle gegenüber ihrem Kind und lächelt zum Beispiel, obwohl ihr zum Weinen zumute ist, dann spürt es das Kind unterschwellig. In einem frühen Stadium des Lebens sind Gefühle zeigen die einzigste Kommunikation zur Bezugsperson. Was lernt das Kind, wenn du Gefühle unterdrückst?  Das es die wahren Gefühle unterdrücken muss, um andere zu inspirieren oder das es einer anderen Person besser geht, oder sogar, dass Gefühle zeigen etwas negatives ist.
Also lernt es sich anzupassen.

Wenn du mal wütend oder traurig bist, kannst du das deinem Kind zeigen. Gib deinem Kind den Weg vor, später auch mal aus seinem Hamsterrad auszusteigen.
In der Gefühlswelt können wir unseren Kindern wirklich begegnen. Was sehr wichtig ist, Gefühle vor Kindern zu zeigen. Sei es Wut, Trauer, Freude, einfach alles. Egal in welchem Alter wir sind, sind alle Gefühle gleich.

 

Wenn Kinder wissen, dass es diese Gefühle gibt, behandeln sie andere
und sich selbst mit Würde.

Es ist uns sehr wichtig unserem Kind die nötige Freiheit zu lassen, sich voll und ganz entwickeln zu können, um später Entscheidungen so treffen zu können, dass er und sein Umfeld den größten Nutzen daraus hat. Es ist nicht planbar ein Kind so zu erziehen, dass ein Erwachsener herauskommt wie du ihn gerne hättest. Wir begleiten, unterstützen, schützen und lieben unseren Noah auf eine Art und Weise von der wir für uns selbst wissen, dass er sich daraus bestmöglich entwickeln kann.

 

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2 comments

Reply

Ein wunderbarer Text. Er ist so offen und verständlich. Ich wünsche mir, das alle Eltern so umgehen mit ihrem Kind, wie ihr es tut. Nicht das Kind lernt von uns, sondern wir von dem Kind. Wir sind alles nur Kinder, weil wir immer die Kinder sind von unseren Eltern. Dann seit wieder wie ein Kind und seht die Welt wie sie ist. Danke
Dir Nicole. Lg Micha

Reply

Danke für deine lieben Worte lieber Micha. Ich freue mich unheimlich darüber. Kind sein ist so wichtig!

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